Störche

Die Störche, die bei uns in Deutschland leben, heißen Weißstörche. Sie haben ein schwarz-weißes Gefieder, rote lange Stelzenbeine und einen roten, spitzen Schnabel. Alle Storcharten sind Zugvögel.

 

 

Überwinterung:

 

Jedes Jahr im Herbst fliegen die Störche in großen Trupps Tausende Kilometer nach Süden. Es gibt zwei Strecken auf denen die Störche den weiten Weg zurücklegen:

 

Ab Ende August fliegen sie entweder in Richtung Westen oder Richtung Osten, die sogenannten Westzieher fliegen über Frankreich, Spanien und Marokko bis sie ihr Ziel südlich der Sahara zwischen Senegal und Tschad erreichen. Das sind jedes Jahr etwa 35.000 Vögel.

 

Es gibt aber auch Störche, die bereits in Spanien überwintern. Besonders in diesem warmen Winter sind viele Störche dort geblieben und kamen dadurch auch früher nach Deutschland zurück.

 

Ca. 75 Prozent der in Deutschland lebenden Störche sind sogenannte Ostzieher. Sie machen sich über Ungarn, die Türkei, Libanon, Israel und Ägypten auf bis nach Kenia. Wenn die Störche dort nur wenig Nahrung finden, fliegen sie sogar weiter bis zum südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents. Bis dorthin haben sie 10.000 km zurückgelegt und die selbe Strecke müssen sie auch wieder zurück.

 

Der wichtigste Lebensraum der Störche in Afrika sind die Savannen in denen sie zwischen Giraffen, Elefanten und Zebras nach Nahrung suchen. Meistens finden sie Heuschrecken und Insekten; in Sümpfen bevorzugen die Störche Frösche, Schlangen und Fische.

In Südafrika fressen sie massenhaft Raupen des Luzerneschmetterling und helfen damit den Bauern bei der Schädlingsbekämpfung.

 

 

Leider stirbt ein großer Teil der Störche, weil sie das Winterquartier nicht unversehrt erreichen oder den Rückweg nicht schaffen. Aus diesem Grund sind sie auch vom Aussterben bedroht. Auf ihrer langen Reise lauern viele Gefahren:

 

 

- In Ländern wie dem Libanon werden viele Vögel von Jägern getötet.

- Riesige Wüstengebiete müssen überquert werden.

- Durch starke Winde können die Störche in Gebieten landen, wo es kaum Wasser oder Nahrung gibt.

- Sie werden durch Stromleitungen verletzt oder

- durch Düngemittel vergiftet.

 

 

Rückkehr:

 

Im Februar machen die Störche sich dann auf den Heimweg. Zwischen März und April kommen sie wieder in Deutschland an. Dort kümmern sie sich sofort um ihr Nest, das für den Nachwuchs hergerichtet werden muss.

 

Das Weibchen legt mehrere Eier, aus denen nach etwa 32 Bruttagen kleine Storchenküken schlüpfen. Beim Schlüpfen wiegt ein Störchlein 65 bis 80 Gramm, etwa soviel wie zwei kleine Hühner-Eier. Seine ersten feinen Flaumfedern sind noch verklebt. Auch die Augen sind noch geschlossen. Doch bald wird er sie öffnen.

 

Die Eltern setzen sich vorsichtig über ihr Neugeborenes und halten es warm und trocken. Das nennt man „hudern“. Mit jeweils einem Tag Abstand schlüpfen dann meistens die weiteren Jungen. Leider werden aber nicht alle von ihnen überleben. Manche sind zu schwach oder das Futter reicht nicht für alle aus.

 

Die Altstörche bringen ihnen kleine Tiere zu fressen: Regenwürmer, Käfer, Heuschrecken und andere Insekten, die sie auf den Wiesen in der Umgebung fangen. Diese Tierchen transportieren sie, wie viele andere Vögel auch, in einer Art Aufbewahrungsbeutel im Hals (Kropf). Im Nest würgt der Storch die kleinen Tiere wieder aus und verfüttert sie an die Jungen.

Spätestens im August sind die Jungstörche flügge, bleiben aber noch einige Zeit länger im Nest, um kräftig genug zu werden für den langen Flug nach Afrika.

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